Slowik, Lölkes, Weibel: Alphabet Space

Adam Slowik, Christian Lölkes, Peter Weibel

*1980 in Skierniewice (PL), lebt und arbeitet in Berlin (DE)
*1990 in White Plains (US), lebt und studiert in Karlsruhe (DE)
*1944 in Odessa (UA), lebt und arbeitet in Karlsruhe (DE)

Alphabet Space

2017, Dynamisch-dreidimensionale Notation, computerbasierte Installation

In der analogen Welt waren alle Notationen zweidimensional. Buchstaben, Bilder, Noten wurden auf der zweidimensionalen Fläche starr fixiert. Ausgehend von einem dreidimensionalen Objekt von Adam Słowik entsteht die Möglichkeit, mit einem einzigen dreidimensionalen Zeichen alle 26 Buchstaben darzustellen. Leibniz hat die 10 Ziffern 1 – 9 und 0, mit denen alle Zahlen geschrieben werden konnten, auf die 2 Ziffern 0 und 1 reduziert. Ähnliches geschieht hier: Mit einem Objekt können 26 Buchstaben dargestellt werden. Das Alphabet besteht aus einer Basisgeometrie und die einzelnen Buchstaben und Zeichen werden durch Parameter wie Drehung oder Position der Basis beschrieben. Einzelne Buchstaben werden durch eine Quaternion definiert. Zeichenfolgen und Wörter können als Bewegung über mehrere Quaternionen dargestellt werden. Durch eine Projektion des Zustandes des Basisobjekts erhält der Betrachter den aktuellen Buchstaben auf dem linken Bildschirm. Hält das Objekt für einen kurzen Moment still, so wird der Buchstabe gespeichert und erscheint auf dem rechten Bildschirm und kann Zeichen für Zeichen einen Text schreiben.

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